Karl Hans (Joachim) Janke
 
- geboren am 21.8.1909 in Kolberg/ Pommern
- Einzelkind, wächst in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf, Eltern
  betreiben Landwirtschaft
- besucht Volksschule und Domrealgymnasium
- Abitur
- 1941-43 Kriegsdienst, Entlassung aus gesundheitlichen Gründen
- 1945 Tod des Vaters, Ankunft in Großenhain (Sachsen)
- 1948 Tod der Mutter, Janke ist verwahrlost und unterernährt
  „auffällige Lebensweise"
- kurze Haftstrafe
- 4.6.1949 Einweisung in die Nervenklinik Arnsdorf (Sachsen)
- 8.11.1950 Verlegung in die Psychiatrische Landesanstalt
  Hubertusburg in  Wermsdorf (Sachsen); Diagnose: „chronisch
  paranoide Schizophrenie“ ein Symptom dafür sei „wahnhaftes
  Erfinden“
- in den folgenden fast vier Jahrzehnten entstehen ca. 2.500
  Zeichnungen und Modelle von Flugmobilen, futuristischen
  Raumschiffen, Janke hält sogar einen Lichtbildervortrag dazu
- 15.2.1988 Tod Jankes in Wermsdorf
- 2000 Wiederentdeckung des Werkes von Janke auf einem
  Dachboden durch Dr. Peter Grampp, zur Aufarbeitung erhält
  es der Rosengarten e.V.
- 2001 in Zusammenarbeit mit Jan Hoet(ehemaliger Leiter der
  Documenta IX) erstmalige Ausstellung von Werken Jankes in
  der Kunstausstellung „Yellow“ im belgischen Geel
- 2003 Präsentation des Werkes im Berliner Künstlerhaus Bethanien;
  aus diesem Anlass erscheint „Karl Hans (Joachim) Janke - ein Brevier“
- bis 25. Januar 2004 zeigte das Festspielhaus Hellerau in Dresden die
  Ausstellung „Stille des Fliegens“, sie wurde präsentiert von dem
  Kurator und Janke-Forscher Peter Lang
- Medienberichte erscheinen bei MDR-Kultur, in der Sächsischen
  Zeitung, in der Berliner Zeitung, in der Süddeutschen Zeitung und
  bei Scheinschlag (Berlin) u.a.
 
Janke über Janke:

- behauptet Abendkurse an der TU Berlin belegt, ein Dolmetscher
  Examen abgelegt sowie außerdem in Greifswald 3 Semester
  Zahnmedizin studiert zu haben; nachgewiesen ist die Immatrikulation
  in Greifswald für ein Semester Zahnmedizin

- gibt an er hätte in Großenhain sein Geld als Konstrukteur verdient
  und Töpfe genietet sowie eine kleine Werkstatt zur
  Spielsachenherstellung betrieben

- sieht sich selbst als Erfinder, Ingenieur, Künstler und Original-Genie
  und formuliert seine eigenen Theorien zur Geschichte des Weltalls,
  der Evolution oder zur friedlichen Nutzung der Kernenergie
 
Spezielle Wortschöpfungen und Erfindungen Jankes aus der Zeit auf Hubertusburg:

»Trajekte« (Flugzeuge ohne Benzin oder Strom)

»Sonnen-Kinder aus dem Magma-Sperma«

»Rasierklingenschärfer«

»Eistabletten mit Fruchtsaft«

Weltraumschiff: »Sonnenland«
Ausstellung "Karl Hans Janke" ▪ Schloss Hubertusburg, Haus 21 ▪ 04779 Wermsdorf
Tel.: 03 43 64 / 54 98 40 ▪ Mobil: 0177 / 15 93 76 1 ▪ E-Mail: ausstellung@rosengarten-ev.de